Text: Martina Müllner. Fotos: Enrobe
Michèle Gottier, CEO Enrobe: Die Idee kam von unserem CEO Ronald Christen. Er hat in New York an einem Kongress teilgenommen und dort ein ähnliches Projekt gesehen, bei dem Lernende eigenständig einen Store aufgebaut haben. Das fand er so inspirierend, dass er das Konzept auch hier in der Schweiz bei der Loeb AG umsetzen wollte. Im Dezember stellte er uns seine Vision vor. Am Anfang hatten wir viele Fragen und mussten uns auch ehrlich gesagt an die große Gestaltungsfreiheit gewöhnen. Schritt für Schritt wuchs das Projekt und im September 2024 war Eröffnung.
Ja, genau. Es ist heutzutage im Trend, Secondhand-Ware zu kaufen, auch gerade mit Flohmärkten oder Resellern, die von Influencern gepusht werden. Deswegen wollte unser CEO unbedingt eine junge Zielgruppe ansprechen, denn Loeb richtet sich sonst eher an eine ältere Kundschaft. Wenn wir mit Enrobe die junge Zielgruppe erreichen, ist das wie ein Jackpot für uns.
Teilweise schon. Viele sind einfach neugierig auf den Laden und schauen, was es mit diesem Projekt auf sich hat. Aber es ist definitiv noch ein Weg, die Reichweite zu erhöhen und die Kunden wirklich nach Biel zu locken. Es braucht mehr Werbung, um zu zeigen, dass unser Geschäft einen Besuch wert ist.
Für mich war es eine Riesenchance! Dass ich schon im dritten Lehrjahr so viel Verantwortung übernehmen und diese Erfahrungen machen kann, ist alles andere als selbstverständlich. Ich schätze das enorm, weil ich dadurch so viel lerne und selbstständiger werde. Und es wird ein schwieriger Abschied, denn schon bald beginnen meine Prüfungen. Weil Enrobe nur von Lernenden geführt wird, werde ich danach aus dem Projekt ausscheiden.